Der Urner Skinachwuchs zeigt starke Leistungen!

von Bruno Arnold

Am letzten Wochenende kämpften rund 750 Jugendliche aus der ganzen Schweiz in Sörenberg beim Finale «Grand Prix Migros» um Ehren. Beim grössten Jugendskirennen der Welt konnte sich die zehnköpfige Urner Delegation erfolgreich mit der nationalen Spitze messen. Mit Noah Gisler und Daniel Kaiser erreichten sogar zwei Urner Top Ten Klassierungen.

Die stolzen Urner Grand Prix Migros Finalteilnehmer 2019: (von links nach rechts) Luca Gisler, Noah Gisler, Anja Wipfli, Noe Huwyler, Linus Muheim, Meret Muheim, Livio Gisler, Daniel Kaiser, Robin Zurfluh, und Jonas Zurfluh
Die stolzen Urner Grand Prix Migros Finalteilnehmer 2019: (von links nach rechts) Luca Gisler, Noah Gisler, Anja Wipfli, Noe Huwyler, Linus Muheim, Meret Muheim, Livio Gisler, Daniel Kaiser, Robin Zurfluh, und Jonas Zurfluh

An 13 Qualifikationsrennen kämpften rund 6'500 Kinder und Jugendliche aus 25 Kantonen und 16 Ländern um den begehrten Finalplatz. Vom 30. - 31. März fand bei traumhaften Bedingungen das grosse Finale Sörenberg statt. An beiden Renntagen sorgte der Skinachwuchs auf den Pisten «Schratten und «Rothorn» gleich gegenüber dem Dorf Sörenberg für viel Action und Spektakel. Der Startschuss zur Vorbereitung zum Finale fiel bereits am Donnerstag und Freitag. So konnten die Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer auf ausgesteckten Läufen sich den letzten Feinschliff für die bevorstehenden Rennen holen. Am Freitagabend fand die grosse Eröffnungsfeier des grössten Jugendskirennen der Welt und somit der wichtigste Breitensportanlass von Swiss Ski statt. Auch der Urner Skinachwuchs lief stolz mit der Urner Fahne im Festzelt ein. Dank Moderator Sepp Odermatt, der berühmten Stimme vom "Chuenisbärgli", kam auch in Sörenberg richtig Weltcup-Stimmung auf. Der Höhepunkt für viele Kinder und Jugendliche war sicher der Auftritt von verschiedenen Swiss-Ski-Athleten, welche sich Zeit für Autogrammstunden und Interviews nahmen. Auch die jetzigen Stars erinnern sich noch heute gerne an ihre Teilnahmen am Grand Prix Migros zurück.

11 Urner für Finale qualifiziert

Insgesamt qualifizierten sich 11 Urner JO-Fahrer für den diesjährigen Final. Noch nicht ganz fit nach einer längeren Verletzungspause verzichtete Florine Traxel aus Bürglen auf den Start in Sörenberg. Ab Samstagmorgen galt es ernst mit dem Hauptereignis auf der Rennpiste. Bei super Stimmung bot sich den Zuschauerinnen und Zuschauer ein aufregendes Rennspektakel. Für die Fahrer der Jahrgänge 2007 bis 2011 stand am Samstag auf der kleineren Piste ein Riesenslalom und am Sonntag ein Combi Race auf dem Programm. Je Kategorie und Geschlecht waren rund 40 Fahrer am Finale dabei. Die beiden jüngsten Urner Finalteilnehmer starteten in der Kategorie mit Jahrgang 2010. Im Riesenslalom erzielte Daniel Kaiser aus Andermatt Rang 16 und Noe Huwyler aus Attinghausen Rang 28. Am Sonntag im Combi Race konnte Kaiser zulegen und fuhr als starker 9. ins Ziel. Noe Huwyler klassierte sich im Combi Race auf Rang 32. Auf der kleineren Piste war Meret Muheim aus Flüelen die einzige Urner Teilnehmerin. Im Combi Race gelang Muheim mit dem 18. Rang ein beachtliches Resultat. Beim Riesenslalom stürzte Muheim und fiel aus den Top-30.

Noah Gisler auf Rang 8

Nach einer eindrücklichen Saison mit vielen Siegen bei diversen Animationsrennen startete Noah Gisler aus Schattdorf in seiner Kategorie mit 42 Knaben mit Jahrgang 2008 als Mitfavorit. Nach einem Fehler reichte es im Riesenslalom mit Rang 8 doch noch für ein sehr gutes Resultat. Am Sonntag riskierte Noah Gisler viel. Nach einem Innenskifehler musste der Schattdorfer in den Schnee greifen und wurde an das Ranglistenende durchgereicht. In der gleichen Kategorie rangierte sich der Seedorfer Jonas Zurfluh auf den Rängen 35 und 38. Auch auf der längeren Piste für die Teilnehmer der Jahrgänge 2006 bis 2003 ging es spannend und knapp zu und her. Ein Zeitverlust von einer Sekunde bedeutete oft gut 10 Ränge weiter hinten rangiert zu sein. Die amtierende Urner U16 Meisterin Anja Wipfli (Jg. 2004) aus Seedorf war auf der grossen Piste die einzige Urner Vertreterin. Wipfli erzielte die Ränge 30 und 33. Livio Gisler (Jg. 2006) aus Schattdorf verpasste nach einer angriffigen Fahrt am Samstag als 11. im Combi Race nur knapp die Top Ten. Auf den Sieger Sandro Brunner aus Grindelwald fehlten dem ambitionierten Gisler nur gerade 1.32 Sekunden. Beim Riesenslalom fuhr der ältere Bruder von Noah Gisler als 13. nochmals ein starkes Rennen. Mit Robin Zurfluh aus Seedorf und Linus Muheim aus Flüelen waren auch die älteren Brüder von Jonas Zurfluh und Meret Muheim am Start. Beide Urner Athleten mit Jahrgang 2005 fuhren gute Rennen und verloren etwas mehr als 2 Sekunden auf die Bestzeit. Robin Zurfluh klassierte sich im Combi Race auf Rang 23 und Linus Muheim auf Rang 25. Beim Riesenslalom vom Sonntag gelang Zurfluh mit Rang 22 ein starker Lauf. Muheim rangierte sich im 29. Rang. Dem Bürgler Luca Gisler gelang das Rennen am Samstag nicht nach Wunsch. Nach einem Fehler reichte es noch für Rang 36. Dafür konnte sich der USV-Kaderfahrer am Sonntag im Riesenslalom deutlich steigern und fuhr auf den 28. Rang.

Rangliste