Guter Start für Urner Nachwuchsbiathleten

von Gabriel Ehrbar

Am Gotthard-Biathlon in Realp vom 1. und 2. Dezember 2018 holten sich die Urner Nachwuchsbiathletinnen und -biathleten gleich fünf Topfive-Klassierungen. Das beste Resultat erreichte der Andermatter Simon Ehrbar mit dem Sprung auf den dritten Podestplatz im Sprint vom Samstag.

Trotz Patzern am Schiessstand schaffte Simon Ehrbar den Sprung aufs Podest
Trotz Patzern am Schiessstand schaffte Simon Ehrbar den Sprung aufs Podest

Bei besten Bedingungen gingen am 1. und 2. Dezember 2018 in Realp die ersten zwei Wettkämpfe der «Elite» im Rahmen des Leonteq Biathlon Cups 2018/19 über die Bühne. Dank grossem Einsatz der Mitarbeitenden des Sportstützpunktes Ursern (SSU), der Unterstützung von Andermatt-Ursern Tourismus sowie zahlreichen Helferinnen und Helfern des Skiclubs Gotthard Andermatt stand den Biathletinnen und Biathleten am Gotthard Biathlon eine knapp drei Kilometer lange, bestens präparierte Kunstschneeloipe zur Verfügung. Gedankt wurde es den Organisatoren durch Top-Leistungen der hiesigen Nachwuchsbiathletinnen und -biathleten. Nicht weniger als 13 Podestplätze gingen in den verschiedenen Kategorien aufs Konto von Athleten des Zentralschweizer Schneesportverbandes (ZSSV).

Zeitzuschlag statt Strafrunden

Ausgetragen wurden zwei Sprintbewerbe mit je einem Liegend- und Stehendanschlag. Statt der Strafrunden gab es aufgrund des Schneemangels pro Schiessfehler einen Zeitzuschlag. Dieser betrug bei den Frauen 25 Sekunden, bei den Männern 22 Sekunden. Happig, denn auf der topografisch nicht sehr selektiven Strecke, war es schwierig «verschossene» Zeit gutzumachen. Am stärksten kriegte das der 18-jährige Andermatter Nachwuchsbiathlet Simon Ehrbar zu spüren. An beiden Tagen patzte er im Stehendanschlag. Obwohl er als absolut Schnellster in der Loipe der restlichen Konkurrenz der Kategorie Jugend 2 an beiden Tagen jeweils eine halbe Minute und mehr abnahm, konnte er die Fehler am Schiessstand nicht ganz ausbügeln. Dennoch ging er am Samstag trotz einer Hypothek von fünf Schiessfehlern und damit fast zwei Minuten Zeitzuschlag als Dritter durchs Ziel. Sein Podestplatz war gleichzeitig die beste Urner Klassierung des vergangenen Wochenendes. Noch schlechter lief es ihm am Sonntag. Mit insgesamt sechs Schiessfehlern klassierte er sich auf dem fünften Platz.

Ebenfalls zwei gute fünfte Plätz erkämpfte sich Simon Ehrbars Teamkollege Elias Kägi bei den Junioren. Allerdings lief auch bei ihm das Schiessen nicht ganz nach Wunsch. Er verzeichnete in beiden Wettkämpfen jeweils drei Fehler. Ein Patzer weniger und das Podest wäre zumindest am Sonntag in Reichweite gewesen. Auch bei den Urner Damen schien der Wurm etwas drin zu sein beim Schiessen. Alessia Nager wie Lea Epp liessen am Samstag je fünf Scheiben stehen. Für Alessia Nager reichte es dennoch für Rang fünf, während sich Lea Epp mit Rang elf begnügen musste. Ähnliches Bild am Sonntag: Alessia Nager drei Schiessfehler und Rang sechs, Lea Epp vier Schiessfehler und Rang zehn. Es schien ganz so, als hätte das heimische Publikum die Urner Nachwuchsathleten in der Loipe zwar angepeitscht, am Schiessstand aber eher für erhöhte Nervosität gesorgt. Sei’s drum: Damit umzugehen will auch gelernt sein.

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