Ein Quartett des SC Unterschächen überzeugt an SM

01. April 2026‚ von  Ivan Gisler

Im Luftkurort Les Diablerets, gelegen inmitten der Waadtländer Alpen, wurde am Wochenende vom 27.-29. März 2026 im Rahmen des BKW Swiss Cup der zweite Teil der Langlauf-Schweizermeisterschaften 2026 ausgetragen. Organisiert durch den Ski-Club Bex standen am Freitag ein Sprint, am Samstag ein Langdistanzrennen und am Sonntag die Staffelentscheidungen auf dem Programm.

Nico Briker (SC Unterschächen) schrammte über die Langdistanz als Viertplatzierter der Kategorie der Männer U18 nur knapp am Podest vorbei (Bild Tino Walker)
Nico Briker (SC Unterschächen) schrammte über die Langdistanz als Viertplatzierter der Kategorie der Männer U18 nur knapp am Podest vorbei (Bild Tino Walker)

Die Schwestern Dunja und Nina Walker sowie die Gebrüder Nico Briker und Mario Briker, allesamt für den SC Unterschächen im Einsatz, erzielten mehrere Topten-Ergebnisse und verfehlten die Podestplätze zum Teil nur knapp.  

Finalteilnahmen für Dunja Walker und Nico Briker im Sprint
Bei leichter Bewölkung und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt absolvierten alle Teilnehmenden am Freitag zum Auftakt der Sprintentscheidung in der klassischen Technik einen Prolog über 1.4 Kilometer. Danach versuchten die Akteure via Ausscheidungsläufe, sich jeweils eines der sechst begehrten Finaltickets zu sichern. Dunja Walker (Frauen U20) und Nico Briker (Männer U18) glückte dieses Unterfangen und sie durften sich somit berechtigte Hoffnungen auf einen Medaillengewinn machen. Unmittelbar vor den Finalläufen änderten sich jedoch die Schneebedingungen innert wenigen Minuten schlagartig, so dass die Präparierung der Ski mehr oder weniger zu einer Wachslotterie wurde. Dies zum Leidwesen der beiden Nachwuchskräfte aus dem Schächental, die auf ihrem Material gegenüber der Konkurrenz trotz beherztem Einsatz chancenlos blieben. Schlussendlich musste Dunja Walker mit dem 6. Rang Vorlieb nehmen und für Nico Briker resultierte der 5. Schlussrang. Nina Walker (Frauen U18) blieb nach einer guten Leistung im Halbfinal hängen und belegte den 7. Rang. Mario Briker (Männer U18), der aktuell noch in der Kategorie U16 startberechtigt wäre, scheiterte im Viertelfinalheat und klassierte sich auf dem 19. Platz.

Nico Briker lange Zeit auf Medaillenkurs
Am Samstag wurden die Langdistanzmeisterschaften im Massenstartformat und erneut in der klassischen Technik ausgetragen. Die Distanzen variierten je nach Kategorie zwischen 15 bis zu 50 Kilometern, wobei die Athleten und Athletinnen, bei strahlendem Sonnenschein und deutlich kühleren Temperaturen als am Vortag, einen über 5 Kilometer führenden Rundkurs vorgesetzt bekamen. Nico Briker startete in der Kategorie der Männer U18 über eine Distanz von 20 Kilometern und lieferte einen äusserst starken Wettkampf ab. Bis Kilometer 15 durfte er gar mit einem Medaillengewinn liebäugeln, bevor er im Anschluss abreissen lassen und sich mit dem undankbaren 4. Schlussrang begnügen musste. Sein jüngerer Bruder Mario belegte bei seinem Debut über die Langdistanz den erfreulichen 16. Schlussrang. Dunja Walker konnte in der Kategorie der Frauen U20, ebenfalls über eine Distanz von 20 Kilometern, den ausgezeichneten 6. Schlussrang ergattern und platzierte sich somit in der ersten Ranglistenhälfte. Ihre Schwester Nina Walker rundete die hervorragenden Urner Ergebnisse, dank eines starken Antritts am Schlussaufstieg, mit einem 5. Schlussrang in der Kategorie der Frauen U18 über 15 Kilometer ab.

Damenstaffel des SC Unterschächen auf dem 11. Schlussrang
Den krönenden Abschluss der Schweizermeisterschaften bildeten am Sonntag die Staffelentscheidungen in der freien Technik. Teilnahmeberechtigt waren jeweils Dreierteams, wobei die Startenden dem gleichen Verein angehören mussten. Die Damenstaffel des SC Unterschächen, in der Besetzung Nina und Dunja Walker sowie mit der mittlerweile vom Leistungssport zurückgetretenen Stefanie Schuler-Arnold, belegte in der Kategorie der Frauen über 3 x 5 Kilometer den 11. Schlussrang. Bemerkenswert hierzu ist die Tatsache, dass das Trio aus dem Schächental im Kampf um einen Topten-Platz erst im Endspurt gegenüber der Equipe des SC Horw, mitunter mit der Olympiamedaillengewinnerin Nadine Fähndrich, das Nachsehen hatte. Da an den Schweizermeisterschaften die Swiss Ski-Athleten den Regionalverbänden zugeteilt sind, kamen die vier Nachwuchshoffnungen des SC Unterschächen zudem in den Genuss, sich bei einem gemeinsamen Mittag- oder Nachtessen mit nationalen Topcracks wie Nadine und Cyrill Fähndrich oder Janik Riebli auszutauschen.

Rangliste Freitag

Rangliste Samstag

Rangliste Sonntag