Urner Skirennläufer im Herbsttraining

08. November 2017‚ von  Christine Zurfluh

Neben intensiven Konditionstraining haben die Urner Skirennfahrerinnen und Fahrer sich bereits auf dem Schnee intensiv auf die anstehende Rennsaison vorbereitet. Nach einem ersten Einführungskurs von Anfang Oktober in Sass Fee weilten die Urner Skirennfahrer vom 20. bis 22. Oktober im Pitztal in Österreich. Die beiden Trainingsgefässe «Trainingsgemeinschaft» und «U16 Alpinkader» verbrachten unter der kompetenten Führung von Hanspeter Infanger und Thomas Infanger zwei wertvolle Trainingstage.

Motiviert und voller Trainingseifer: Luca Kempf, SC Attinghausen
Motiviert und voller Trainingseifer: Luca Kempf, SC Attinghausen (Foto Thomas Infanger)
Beide Tage wurden intensiv mit freiem Skifahren genutzt. Ziel war es, an der Technik zu feilen - erst mit einer fundierten Technik kann man in den Toren schnell sein. Die Fahrer wurden in Gruppen eingeteilt und mit Rennfahrern der Trainingsgemeinschaft sowie U16 gemischt. So dienten die älteren Rennfahrer als Vorbilder für den Nachwuchs bzw. die bestandenen Rennfahrer konnten Ihr Wissen durch vorzeigen und erklären vertiefen und somit profitierten beide Altersgruppen optimal voneinander.

Einführung in die Torstangen

Ein drittes Lager folgte nun vom 1. November bis 4. November erneut im schneesicheren Pitztal. Am ersten Trainingstag war wiederum freies Skifahren angesagt, ab dem zweiten Tag folgte die Einführung in die Grunddisziplin Riesenslalom. Bereits um 06.30 Uhr wurde das Tagesprogramm mit Frühstücken gestartet, bevor es anschliessend mit der Metro ab auf den Gletscher ging. Vier Trainer fuhren jeweils früher los, um mit der ersten Bahn auf den Gletscher zu kommen und dann den Trainingstag mit ausflaggen von Trainingsläufen vorzubereiten. Ab 08.30 Uhr folgten dann die Trainingshungerigen und skibegeisterten Sportler auf den Gletscher. Am Morgen wurden in Gruppen zwei Stunden die Grundtechnik verfeinert und automatisiert. Anschliessend wurde die erarbeitete Technik in den ersten Trainingsläufen in den Toren angewandt. Am Pistenrand standen neben den Cheftrainern mit Karin Briker und Nadia Loretz zwei ausgewiesene Trainerinnen, welche die Athleten fachkundig korrigierten. So konnte sich jeder Fahrer von Lauf zu Lauf verbessern. Nach einer verdienten Mittagspause wurden bis in den Nachmittag hinein weiter in den Toren an der Technik gearbeitet. Zum Tagesausklang auf der Piste stand nach einer kurzen Kaffeepause nochmals freies Skifahren an. Die Urner Trainingsgruppen nützen jeweils den Tag aus und zählen immer zu den letzten, die vom Gletscher ins Tal fahren.

Regeneration, Theorie und Lob vom Swiss Ski Präsident

Nach einem intensiven Trainingstag auf knapp 3000m.ü.M wurde der Abend mit einem leichten Konditionstraining in Form von Stretching und Fussballspielen auf dem Programm. Vor- oder nach dem Nachtessen war die Pflege der Skis auf dem Programm und zusammen mit den Trainern wurde individuell Videoanalyse gemacht. Am ersten Abend haben der Chef Alpin des Urner Skiverbandes Thomas Infanger und seine Trainerin Nadia Loretz den Athleten eine interessante Theorie über die Skitechnik vermittelt. Jedes Trainingslager wird gut organisiert und es wird professionell gearbeitet; das Trainerteam ist motiviert  kompetent - ehemalige Spitzenfahrer geben ihre Erfahrungen und ihr Wissen den Rennläufer weiter. Die Gruppendynamik von "gross" und "klein" hat sich bewährt. Das Konzept des Urner Skiverbandes funktioniert, das bestätigte auch der auf dem Gletscher anwesende Präsident von Swiss Ski, Urs Lehmann, welcher von der Arbeit und der Dynamik der Urner beeindruckt ist und ein Loch der Urner Mannschaftsleitung aussprach.